Tennisschläger

Moderne Tennisschläger variieren in Länge, Gewicht und Kopfgröße. 21 bis 26 Zoll (53 bis 66 cm) ist normalerweise eine Juniorlänge, während 27 und 27,5 Zoll (69 und 70 cm) für stärkere und größere erwachsene Spieler gedacht sind. Einige sind auch in Längen von 71 bis 74 cm (28 bis 29 Zoll) erhältlich. Die Gewichte eines Schlägers variieren auch zwischen 8 Unzen (230 g) unbesaitet und 12,5 Unzen (350 g) besaitet. Schläger, die ursprünglich am unteren Ende des Griffs nach außen geweitet wurden, um ein Verrutschen zu verhindern. Der abgerundete Boden wurde nach seinem Erfinder Matthew Barker als Rindenboden bezeichnet. Doch 1947 wurde dieser Stil überflüssig. Die Kopfgröße spielt auch eine Rolle bei den Qualitäten eines Schlägers. Eine größere Kopfgröße bedeutet in der Regel mehr Kraft und einen größeren "Sweet Spot", der bei außermittigen Schlägen verzeihender ist. Eine kleinere Kopfgröße bietet eine präzisere Kontrolle. Die aktuellen Schlägerkopfgrößen variieren zwischen 85 und 137 Quadratzentimetern (550-880 cm), wobei die meisten Spieler einen von 95-105 Quadratzentimetern (610-680 cm) übernehmen. Schläger, die in Gewicht, Größe und Spielstärke der Mitte nach mittelschwer sind, werden oft als "Tweenerschläger" bezeichnet.

Schwingungsdämpfer (auch bekannt als "Gummies") können zur Verbesserung des Tragegefühls im proximalen Teil des Saitenarrays verschachtelt werden.

Die meisten Tennisschläger wurden in der Geschichte des Tennissports aus laminiertem Holz hergestellt, mit Köpfen von etwa 120 cm. Ende der 1960er Jahre produzierte Wilson den T2000 Stahlschläger mit um den Rahmen gewickeltem Draht für Saitenschlaufen. Es wurde von Jimmy Connors, dem amerikanischen Spitzenspieler, populär gemacht. 1968 lancierte Spalding einen Aluminiumschläger namens The Smasher. Aluminium, obwohl leichter und flexibler als Stahl, war weniger genau als Holz. Aus diesem Grund bevorzugten die meisten Top-Spieler noch immer den Einsatz von Holzrahmen, und ein Jahrzehnt später waren sie noch immer im Einsatz.

1975 wurde die Konstruktionsverbesserungen aus Aluminium für die Einführung des ersten "überdimensionalen" Schlägers, der von Weed hergestellt wurde, genutzt. Prince popularisierte den Oversize-Schläger, der eine Kopfgröße von ca. 110 Quadrat Zoll (710 cm) hatte und öffnete die Tür für die Einführung von Schlägern mit anderen nicht-standardisierten Kopfgrößen wie Mid-Size (90 Quadrat Zoll) und Mid-Plus-Größe (95 Quadrat Zoll).

Anfang der 1980er Jahre wurden "Graphit" (Kohlenstofffaserverbundwerkstoffe) eingeführt und dem Verbundwerkstoff weitere Werkstoffe hinzugefügt, darunter Keramik, Glasfaser, Bor und Titan. Der Dunlop Max200G von John McEnroe und Steffi Graf aus dem Jahr 1983 war ein früher Graphitschläger, zusammen mit dem sehr beliebten Prince Originalgraphit. Kompositschläger sind der zeitgemäße Standard, der letzte Holzschläger erschien 1987 in Wimbledon.

Längere Schläger wurden von Dunlop eingeführt, um zusätzlichen Spielraum für Schüsse wie den Aufschlag und Volleys zu geben, bei denen kürzere Spieler im Nachteil sein können. Schläger mittlerer Größe oder mid-plus sind der allgemeine Standard für Profispieler.

Saiten (Material, Muster, Spannung) ist ein wichtiger Faktor für die Leistung eines Tennisschlägers. Einige Elite-Spieler verwenden Naturdarm, aber die überwiegende Mehrheit der Saiten besteht aus Nylon oder Polyester. Einige (amerikanischer Meister Pete Sampras ist ein prominentes Beispiel) betrachten die natürliche Saite als reaktionsschneller und bieten ein besseres "Gefühl", aber synthetische Saiten werden wegen ihrer überragenden Haltbarkeit, Konsistenz und niedrigeren Kosten bevorzugt. Das Saitenmuster (das vertikale/horizontale Gitter) ist eine Funktion der Schlägerkopfgröße und des Designs. Ein strafferes Muster wird als präzisere Kontrolle betrachtet; ein offeneres Muster, das mehr Power und Spin-Potential bietet. Moderne Schläger sind mit einem empfohlenen Saitenspannungsbereich gekennzeichnet. Die Grundregel ist, dass eine niedrigere Spannung mehr Kraft erzeugt (aus einem "Trampolin" -Effekt) und eine höhere Saitenspannung mehr Kontrolle schafft (je weniger "Trampolin" -Effekt, desto vorhersagbarer ist die Kraft und der Winkel des Abzugs vom Saitenbett).