Skistöcke

Skistöcke werden von Skifahrern zum Auswuchten und Schieben verwendet. Moderne Skistöcke werden am häufigsten aus Aluminium und Kohlefaser hergestellt, wobei Materialien wie Bambus verwendet werden. Die Stöcke werden im alpinen Skifahren, Freestyle-Skifahren (mit Ausnahme von Luftschiern) und Langlauf verwendet. Skispringer benutzen keine Stöcke.

Geschichte

2012 wurde der früheste Skistock in Schweden gefunden und geht auf 3623 v. Chr. zurück, während die früheste Darstellung eines Mannes mit Skistock in Norwegen in Form eines Höhlengemäldes aus dem Jahr 4000 v. Chr. gefunden wurde. Frühe Skifahrer nutzten diese Stange zum Auswuchten, Bremsen und Wenden. Auch alpine Vereine wie z. B. in den nordischen Regionen oder im Altai-Gebirge nutzten ihre Skistöcke zum Jagen und gaben ihnen speerähnliche Qualitäten. Ab 1741 begannen die Skifahrer, zwei Skistöcke zu benutzen. Dadurch wurde ein größeres Gleichgewicht erreicht, als es eine Stange schaffen könnte, und das Schieben durch den Schnee wurde einfacher.

Frühe Skistöcke wurden aus Kiefer und Bambus hergestellt, Materialien, die heute für Neuheiten verwendet werden. Die US-Patente für Stahl-Skistöcke begannen 1933, als John B. Dickson ein neues Design erfand, das die Verwendung von Stahl als Schaftmaterial erforderte. Diese Konstruktion wurde von Edward L. Scott abgelöst, der 1959 den leichten Aluminium-Skistock populär machte und sein modernes Design von Golfschläger-Schäften ableitete. Diese neue, steife und leichte Stange erleichterte es den Skifahrern, schnell und einfach kurze Schwünge einzuleiten.

Das modernste Material für die Skistöcke ist Kohlefaser. Ein Biocomposit-Material, das für Skistöcke verwendet werden kann, wurde zum Patent angemeldet, aber dieses Design ist noch nicht fertiggestellt. Axel Composites hat ein Patent für Carbonfaser-Skistöcke aus dem Jahr 1975, doch das verbesserte Design des Erfinders David P. Goode aus dem Jahr 1989 wurde das erste weit verbreitete Produkt. Die Kohlefaserstange baut auf den gleichen Eigenschaften der Aluminiumstange auf: Leichtigkeit und Steifigkeit bei gleichzeitig extremer Festigkeit.

Aufbau

Typen von Skistöcke

Alpin Stöcke

Die Stöcke werden im alpinen Skifahren verwendet, um den Vortrieb zu verstärken und die Kontrolle der Position des Oberkörpers bei der Richtungsinitiierung zu unterstützen.

Rennstöcke haben ihre eigenen einzigartigen Besonderheiten. Super-Riesenslalom, Abfahrtslauf und Speed-Skistöcke sind so konzipiert, dass sie sich um den Körper des Skifahrers biegen, während sie sich in einer Tuck-Position befinden, um den Widerstand zu minimieren. Beim Slalom-Skifahren werden gerade Stöcke aufgrund der reduzierten Geschwindigkeiten und der erhöhten Abhängigkeit von Stöcken verwendet. Slalomstangen werden oft mit einem Schutzgitter versehen, das am Griff befestigt ist, um Tore abzulenken.

Riesenslalomskifahrer wählen eine gerade oder gebogene Stange je nach persönlicher Vorliebe und Situation; Riesenslalomstrecken können in der Geschwindigkeit stark variieren und bei langsamen Strecken ist der aerodynamische Widerstand nicht so wichtig.

Langlauf Stöcke

Die Stöcke ermöglichen es den Langläufern, mit Hilfe von Armbewegungen Kraft auf den Schnee zu übertragen; die Stöcke können auch für Stabilität sorgen. Im Wettkampf-Langlauf ist die Poltechnik unerlässlich, vor allem beim Massenstart, bei dem das Doppelpolen das wichtigste Antriebsmittel ist.

Längere Stöcke werden wegen der unterschiedlichen Techniken im Gelände verwendet. Die Pole-Länge für die klassische Technik (auch Diagonal-Ride genannt) wird typischerweise vom Boden bis in die Achselhöhlen des Skifahrers gemessen. Beim Skaten (auch als Freestyle-Technik bekannt) ist die Länge der Stange typischerweise vom Boden bis zur Oberlippe des Skifahrers. Diese Längenauswahlen balancieren zwischen maximaler Schubkraft und technischen Erwägungen. Die meisten nordischen Skistöcke-Hersteller haben Größentabellen zur Verfügung.

Nordic Walking

Die Nordic Walking Stöcke ähneln weitgehend den Composite Langlaufstöcken, sind nur etwas kürzer und mit einem Korb kleiner als der des Renn-Langlaufstocks. Der Nordic Walking Stockschlaufe ähnelt einem fingerlosen Handschuh und ähnelt dem Racing-Langlauf-Skistockschlaufe.