Skihelme

Ein Skihelm ist ein Helm, der speziell für den Wintersport entwickelt und konstruiert wurde. Bis etwa 2000 war der Einsatz noch selten, aber bis etwa 2010 trägt die große Mehrheit der Skifahrer und Snowboarder in den USA und Europa Helme. Helme sind in vielen Ausführungen erhältlich und bestehen in der Regel aus einer Hartplastik/Harzschale mit Innenpolsterung. Moderne Skihelme können viele zusätzliche Features wie Belüftungsöffnungen, Ohrenschützer, Kopfhörer, Brillenhalterungen und Kamerahalterungen enthalten.

Gefahren des Ski- und Snowboard-fahren

Gemessen an Verletzungen pro 1'000 Skifahrer- oder Snowboarder-Tage meldet die Schweiz rund 3.5, Norwegen 1.5, Vermont USA 1.9 und Kanada 2.5. Die Todesrate in den USA liegt bei etwa einem Todesfall pro Million Skifahrern, davon mehr als die Hälfte auf Kopfverletzungen zurückzuführen ist.

Studien aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Norwegen und Kanada zeigen, dass der Anteil der Kopfverletzungen bei Skiunfällen auf 15% und bei Snowboardverletzungen auf 16% geschätzt wird. 74% der Kopfverletzungen treten auf, wenn Skifahrer den Kopf auf dem Schnee treffen, 10%, wenn sie mit anderen Skifahrern kollidieren und 13%, wenn sie mit festen Gegenständen kollidieren.

Deutschland, Österreich und die Schweiz melden 40%, 63% bzw. 76% der Helmträger. Die Schweiz meldet eine 95%-ige Helmträgerquote bei Kindern. In Frankreich tragen 65% der Kinder Helme. In der Skisaison 2012-2013 trugen 70 Prozent aller Skifahrer und Snowboarder Helme, 5 Prozent mehr als in der Vorsaison. Helme sind obligatorisch für Kinder in Italien und Österreich, im US-Bundesstaat New Jersey und im Vail Ski Resort in den USA sowie für alle in der kanadischen Provinz Nova Scotia und einigen anderen Gebieten wie Geländeparks.

Normen für Skihelme

Zu den Produktzertifizierungsnormen gehören die europäische CE-Norm CEN 1077, die 1996 herausgegeben wurde, die American Society of Testing and Materials F2040 und die Snell RS-98. CEN 1077 erlaubt eine Aufprallgeschwindigkeit von ca. 20 km/h, die weit unter dem Durchschnitt liegt. Helme werden auf ihre Effektivität bei etwa 23 km/h getestet, aber die typische Höchstgeschwindigkeit von Skifahrern und Snowboardern ist ungefähr doppelt so schnell, wobei einige Teilnehmer deutlich schneller fahren. Bei solchen Geschwindigkeiten ist ein Aufprall mit einem festen Gegenstand unabhängig von der Verwendung des Helms tödlich. Bei einem Aufprall mit eisigem Schnee kann das Tragen eines Helms dagegen den Unterschied zwischen einer leichten Kopfverletzung und einer signifikanten oder lebensbedrohlichen Kopfverletzung ausmachen.

Nutzen

Eine Metaanalyse, meist aus Fall-Kontroll-Studien, zeigte, dass Skifahrer und Snowboarder mit Helm deutlich unwahrscheinlicher waren als Helmlose mit einer Kopfverletzung. Die Schweizer Statistiken über Rettungsdienste für die im Schneesport Verletzten zeigen jedoch einen relativ konstanten Anteil der Kopfverletzungen, während die beobachtete Helmträgerquote von 16% in den Jahren 2002-2003 auf 76% in den Jahren 2009/10 anstieg.

Helme haben nicht gezeigt, dass sie die Zahl der Todesopfer reduzieren. Laut Dr. Jasper Shealy. "Wir haben bis zu 40 Prozent aller Todesopfer verbraucht, aber es gab keine Veränderung bei den Todesopfern in 10 Jahren."

Ob der Einsatz von Helmen zu einem Risikoausgleich führt, d. h. Skifahrer und Snowboarder verhalten sich weniger vorsichtig, wenn sie sich durch einen Helm geschützt fühlen, ist nicht bekannt, da Studien zu widersprüchlichen Ergebnissen führen. Eine Studie fand, dass Helm-Skifahrer dazu neigen, schneller zu gehen und Helm-Tragen ist mit Selbst-Reports von riskanterem Verhalten assoziiert worden. Andere Studien zeigen, dass Helmgebrauch nicht mit Selbstberichten über riskanteres Verhalten assoziiert ist und das Risiko anderer Verletzungen nicht erhöht.