Lawinenrucksack

Lawinenairbag-Packs werden neben Leuchtfeuer, Schaufeln und Sonden schnell zum vierten Muss für Berg-Reisende und Schnee-Sportler. Wenn Sie in einer Lawine erwischt werden, ziehen Sie einen am Schulterriemen Ihres Rucksacks befestigten Handgriff und eine unter Druck stehende Patrone oder ein Elektrolüfter bläst den Airbag auf, der Sie in der Nähe der Lawinenoberfläche hält und für die Retter sichtbarer macht.

Funktionsweise

Richtig getragene und entfaltete Lawinenrucksäcke erhöhen nachweislich die Überlebenschancen bei Lawinenverschüttung. Sie arbeiten nach dem Prinzip der "Inversen Segregation", auch bekannt als Paranuss Effect. Dieses Prinzip besagt, dass in einem sich bewegenden Aggregat aus großen und kleinen Objekten (wie einer Lawine) die größeren Objekte nach oben steigen. Dies können Sie mit einer Schale ungeschälte gemischte Nüsse demonstrieren, indem Sie sie schütteln - die größeren Paranüsse neigen dazu, nach oben zu steigen, während kleinere Sorten auf den Boden sinken. Der Einsatz eines Lawinenrucksacks während einer Rutschpartie macht Sie effektiv zu einem größeren Objekt und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf dem Geröllhaufen landen, wenn sich die Lawine nicht mehr bewegt.

Denken Sie daran, dass das Tragen eines Lawinenairbags keine Überlebensgarantie ist und das erste, was Sie sich merken sollten, ist, kluge Entscheidungen zu treffen, damit Sie die Lawine überhaupt vermeiden. Die Chancen, sich nach einer Lawinenverschüttung in der Nähe der Oberfläche auszuruhen und schneller gefunden zu werden, werden jedoch durch den Einsatz eines Lawinenrucksacks deutlich erhöht.

Worauf Sie beim Lawinenrucksack Kauf achten sollten

Neue Entwicklungen

Mit der zunehmenden Beliebtheit von Freeriden in den letzten Jahren sind Lawinenairbags (relativ) zu den am häufigsten eingesetzten Geräten geworden. Ein deutscher Hersteller hat in der Wintersaison 2012/13 über 20.000 Verkäufe gemeldet. Eine Komplikation ist, dass die kleinen Sprengstoff- oder Druckluftkanister, die den Airbag entfalten, geleert oder verbraucht werden müssen, um mit einem kommerziellen Flugzeug zu fliegen. Obwohl die International Air Transport Association zugelassen hat, dass die US-Transport-Sicherheitsbehörde (U. S. Transportation Security Administration) die Beförderung von geladenen Geräten genehmigt hat, müssen diese entladen werden. Aus diesem Grund kaufen einige Flugreisende einen neuen Kanister oder füllen nach der Ankunft einen leeren nach.

2014 führte ein Unternehmen ein Airbagsystem ein, das mit einem batteriebetriebenen Ventilator seinen 200-Liter-Airbag in rund 3,5 Sekunden aufbläst. Der Verzicht auf den Einsatz von Druckgas soll Probleme mit Reisebeschränkungen vermeiden. Der Hersteller beansprucht eine Reihe weiterer Vorteile für das System, wie z. B. die Möglichkeit, es einfach und wiederholt testen zu können, die Fähigkeit eines kontinuierlich arbeitenden Lüfters, den Airbag auch bei einem Durchstich oder kleinen Riss aufzublasen, und die Tatsache, dass der Beutel leicht entleerbar und wiederverpackt werden kann, wodurch das System bei Bedarf für einen zweiten Einsatz zur Verfügung steht.