Hebesack

Ein Hebesack ist eine Tauchausrüstung, die aus einem robusten und luftdichten Sack mit Gurten besteht, der schwere Gegenstände mit Hilfe des Auftriebs unter Wasser hebt. Der schwere Gegenstand kann entweder horizontal unter Wasser vom Taucher bewegt oder unbegleitet an die Oberfläche geschickt werden.

Die entsprechende Kapazität des Hebesacks sollte der jeweiligen Aufgabe entsprechen. Wenn der Liftsack stark überdimensioniert ist, kann es zu einem unkontrollierten Aufstieg kommen. Handelsübliche Hebesäcke können mit Kippventilen ausgestattet sein, um den Auftrieb während des Aufstiegs zu kontrollieren, aber dies ist ein gefährlicher Vorgang mit einem hohen Risiko der Verstrickung in einem unkontrollierten Auftrieb oder Sinken. Wenn ein einziger Beutel nicht ausreicht, können mehrere Beutel verwendet werden und sollten entsprechend der Beladung verteilt werden.

Es gibt auch Hebekissen, die an Land als kurze Hubstützen zum Heben von Autos oder schweren Lasten oder als Hebekissen an Land verwendet werden, die in Maschinen als eine Art pneumatischen Aktuator verwendet werden, der die Last über eine große Fläche verteilt zur Verfügung stellt. Diese Hebekissen vom Typ AS/CR werden z. B. im Bremsmechanismus von Achterbahnen eingesetzt.

Verschiedene Variationen

Fallschirm-Hebesäcke

Fallschirm-Hebesäcke sind unten offen. Wenn die Luft voll ist, wird jede zusätzliche oder sich ausdehnende Luft austreten. Die Form eines offenen Hebesacks sollte das Volumen nicht horizontal, sondern vertikal verteilen, damit das offene Ende des Sackes immer unter Wasser bleibt. Wenn das offene Ende die Oberfläche erreicht, entweicht Luft aus dem Beutel und kann absinken.

Die einfachste Variante sind zweiseitige Beutel, die entweder rundum oder gefaltet und an zwei Seiten miteinander verbunden werden. Gurtbänder können zu doppelten Aufnähern zusammengenäht werden, die dann auf Leichtlastsäcke geklebt oder mit dem Sack verschweißt werden, aber auf großen und schweren Säcken sind in der Regel Streifen aus Sack-Material mit den Säcken verbunden, die flache Halterohre für das Gurtband bilden, die durch die Schläuche gezogen werden und zur Wartung und Kontrolle herausgezogen werden können. Offene Schwerlastsäcke sind in der Regel konisch mit einer gewölbten Oberseite oder einem umgedrehten Kegelstumpf oben und können mehrere Gurte von der Hebestelle unten durch die Führungsrohre an den Seiten bis zu einem Kronenring aus Gurtband oder Stahl oben haben, um die Last gleichmäßig über das Gewebe der Tasche zu verteilen.

Fallschirmsäcke können nicht überfüllt werden und eignen sich für Aufzüge, bei denen ein großer Druckwechsel stattfindet und bei denen es notwendig sein kann, den Sack zu kentern (invertieren), um einen Notausstieg zu stoppen.

Einige Liftsäcke können von offen auf geschlossen umgestellt werden, indem eine Abdeckung auf die untere Öffnung geschraubt wird.

Geschlossene Hebesäcke

Geschlossene Hebekissen haben ein Überdruckventil, um zu verhindern, dass der Innendruck den Umgebungsdruck um mehr als einen bestimmten Wert (ca. 10 kPa oder 1 mSW) überschreitet. Geschlossene Hebekissen sind für den Einsatz an oder in der Nähe der Oberfläche vorgesehen, da sie die Luft auch bei rauer See zurückhalten. Sie sind in verschiedenen Konfigurationen erhältlich, darunter horizontaler Zylinder, vertikaler Zylinder, Tropfen und Kissen.

Benötigte Luft

Die Luftmenge, die für einen Hebesack benötigt wird, hängt vom scheinbaren Gewicht der Last und der Tiefe des Sackes ab. Pro Tonne Hub werden ca. 1 m Luft bei Umgebungsdruck benötigt. Das freie Luftvolumen entspricht dem Boyle' schen Gesetz und ist proportional zum absoluten Umgebungsdruck in bar oder ata.

Zum Beispiel: Ein 5-Tonnen-Lift mit 20 m zu befüllenden Säcken benötigt 5 m Luft bei 3 bar, das sind 15 m bei Flächendruck.

Die Füllung der Luft erfolgt in der Regel über einen Niederdruckkompressor, bei kleinen Aufzügen kann der Taucher jedoch eine Luftpumpe mitführen. Es gilt in manchen Rechtsordnungen als schlechte Praxis, einen Liftbag aus der Atemgasflasche des Tauchers zu füllen, insbesondere wenn der Taucher Dekompressionspflichten hat oder nur eine Flasche, da das Risiko, zu viel Luft zu verbrauchen und den Taucher ohne ausreichende Luft für einen sicheren Aufstieg zu verlassen, als unannehmbar gilt.

Die Beutel können aus sicherer Entfernung mit Hilfe einer Luftlanze (einem starren Rohr, das in die Öffnung des Beutels eingesetzt werden kann) aufgeblasen werden.